Ja, ja, die verhasste Straße. Sie ist allgegenwärtig, aber ich würde mal tippen, dass mindestens 80 % aller Deutschen sie falsch schreiben, und zwar nämlich so: “Strasse“. Richtig wird sie aber so geschrieben: “Straße“. Ich höre schon die Aufschreie? Mit “ß”? Das wurde doch abgeschafft. Aber nein, liebe Leute. Es wurde nicht abgeschafft. Leider ist dies ein ziemlich gravierender Fehler, mit dem man seine ganze Firma in einem schlechten Licht erscheinen lassen kann. Gerade Adressangaben auf Liefer- und Geschäftsfahrzeugen sind von diesem Fehler betroffen. Na ja, und von diversen falschen “Straßen” auf Visitenkarten möchte ich erst gar nicht sprechen. Peinlich, peinlich, wenn man solche Karten sein eigen nennt.
Und hier der offizielle Link zur “Straße” auf www.duden.de, damit es mir auch jeder glaubt.
http://www.duden.de/rechtschreibung/Strasze
Von Claus Fritzsche | 14.Februar 2007
Die neue Rechtschreibung hat uns nicht nur heiße Diskussionen geschenkt. Nein, wir verdanken ihr auch wertvolle orthographische Innovationen. Damit meine ich Schreibweisen, welche weder nach alter noch nach neuer Rechtschreibung Geltung haben. Wer unter Google nach “GmbH Strasse” sucht, der findet hier ein Musterbeispiel, welches sogar auf manchem Briefkopf zu finden ist. Lassen wir daher den Crash-Kurs »Die neue Rechtschreibung – kurz gefasst« des Nachrichtenmagazins FOCUS zu Wort kommen:
„ß nach kurzem (betontem) Vokal wird durch ss ersetzt. Man schreibt jetzt Fass, Stress, Biss, Missverständnis, Boss, Fluss; sie muss (zu: müssen), er hasst (zu: hassen). Statt daß schreibt man jetzt dass.“
Liegt ein kurzer betonter Vokal nicht vor, so bleibt alles beim Alten [alte Schreibweise: „beim alten“]: Straße, Muße, Soße oder Schei*e. Kommt die im US-amerikanischen Sprachraum so beliebte Hervorhebung durch Großbuchstaben bzw. GROSSBUCHSTABEN zum Einsatz, so wird „ß“ durch „SS“ ersetzt.